Management von Pensionsverpflichtungen: Die Lösungen der Commerzbank

Laut einer im März 2019 veröffentlichten Trägerbefragung ist die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (2017) um ca. 2,8% gestiegen. Trotz des Anstiegs der Zahl der aktiv Versicherten ist die Durchdringung der betrieblichen Altersversorgung mit 55,5% einen Prozentpunkt niedriger als 2015, da die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 4,7% auf 32,6 Mio. gestiegen ist.1

Sven Reuss, Leiter Pensions & Solutions

Aktuelle Herausforderungen für die betriebliche Altersvorsorge

Sven Reuss, Leiter Pensions & Solutions:

„Der Bedarf an Altersvorsorgelösungen bleibt entsprechend hoch. Umso wichtiger, sich einen Überblick über aktuelle Themen und Einflüsse im Rahmen des Managements von Pensionsverpflichtungen zu verschaffen.“




Aktuelle Themen:

  • Für das Geschäftsjahr 2018 musste der Erhöhungseffekt aus den neuen Heubeck-Tafeln 2018G verarbeitet werden.
  • Ein weiteres Jahr Niedrigzins mit den entsprechenden aktuellen Prognosen bedeutet für HGB bilanzierende Unternehmen, dass die Ausfinanzierungsquote über die nächsten Jahre um bis zu ca 30-40 % fällt, wenn nicht zusätzlich weiter ausfinanziert wird.
  • Die hieraus resultierenden Auswirkungen auf finanzwirtschaftliche Kennzahlen und Bilanzstruktur sollten unter Berücksichtigung des konjunkturellen Umfelds entsprechend analysiert werden.
  • Im Zuge der Digitalisierung nahm der Verkauf von Unternehmensanteilen im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland zu. Auch dies hat Auswirkungen auf das Management der Pensionsverpflichtungen, wenn Folgelösungen gesucht und implementiert werden müssen, weil z. B. bestehende Direktzusagen aus einem konzerneigenen Contractual Trust Arrangement (CTA) herausgelöst werden müssen.
  • Durch das in 2018 eingeführte Betriebsrentenstärkungsgesetz wurde der steuerliche Dotierungsrahmen von 4 % auf 8 % der Beitragsbemessungsgrenze erhöht und dadurch mehr Möglichkeiten im Rahmen der versicherungsförmigen Durchführungswege geschaffen. Darüber hinaus sieht das Gesetz für neue Entgeltumwandlungsvereinbarungen ab 2019 einen Arbeitgeberzuschuss von 15 % vor, soweit Sozialversicherungsbeiträge eingespart werden. Auch in diesem Bereich besteht bei Unternehmen erhöhter Informationsbedarf.

Die Pensionslösungen der Commerzbank

Für mittelständische Unternehmen gibt es also eine Vielzahl an Gründen, das Thema betriebliche Altersversorgung auf die aktuelle Agenda zu setzen. Dazu gehören neben den bereits genannten Punkten auch die Auswirkungen sich verändernder Zinsen sowohl auf Anlageinstrumente für die bAV als auch auf die eingegangenen Verpflichtungen. Ein Vorteil für Commerzbank-Kunden: Wir haben Experten, die Ihnen helfen, die richtigen, auf Ihr Unternehmen zugeschnittenen Lösungen zu finden.

„Bei der betrieblichen Altersvorsorge gibt es für jede Unternehmensgröße die passende Lösung.“

Das können Instrumente wie z.B. Versicherungslösungen oder die Ausfinanzierung von Direktzusagen sein. Zusätzlich verfügen wir über eine Vielzahl von Analyse- und Simulationstools sowie Verwaltungsplattformen, die zum Teil auch gemeinsam mit Partnern angeboten werden, und über ein weitreichendes Produktuniversum für das professionelle Asset Management.

Umfassende Analyse mit PAPST

Am Anfang jeder Zusammenarbeit eines Unternehmens mit uns steht die Analyse des Ist-Zustands. Grundsätzlich unterscheiden wir dabei zwei mögliche Ausgangssituationen:

  • Im Unternehmen gibt es bereits eine betriebliche Altersvorsorge, die zukunftsfähig gestaltet oder optimiert werden soll
  • oder eine bAV soll erst noch aufgebaut werden.

Im Rahmen von Direktzusagen kommt „PAPST“ ins Spiel. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich das „Pension and Plan Asset Simulation“-Tool der Commerzbank. Damit erstellen wir eine umfassende und detaillierte Bestandsanalyse. Daraus ergeben sich der jeweilige Cashflow-Bedarf der korrespondierenden Verpflichtungen sowie die Sensitivitäten des Pensionsplans. Diese umfassende Analyse ist die Basis für den Aufbau von neuen oder für die Optimierung bestehender Planvermögen. So lassen sich zum einen vom Unternehmen definierte Zielgrößen wie beispielsweise die Deckungsquote oder eine Reduzierung der Rückstellungsvolatilität erreichen. Zum anderen werden durch das Tool auch die Auswirkungen von sich verändernden Märkten, beispielsweise sich ändernde Zinsen, sichtbar.

Treuhandmodell als Insolvenzsicherung

Ein weiterer wesentlicher Aspekt bei der bAV ist die Insolvenzsicherung. Im Falle der Insolvenz sind Pensionsverpflichtungen in einem gewissen Rahmen durch den Pensionssicherungsverein geschützt. Zusätzlicher Schutz kann über ein sogenanntes Contractual Trust Arrangement (CTA) gewährt werden. Das gilt sowohl für die Pensionsverpflichtungen als auch für die Zeitwertkonten.

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Die Commerzbank bietet über ihre 100-prozentige Tochter CommerzTrust flexible Gruppentreuhandlösungen. Die von Unternehmen dort gesicherten Pensions- und Zeitkontenansprüche haben aktuell ein Volumen von ca. 1,2 Milliarden Euro. Konkret schließen dabei die Unternehmen und die CommerzTrust einen Treuhandvertrag. Dann werden die Assets aus der Firma an den Treuhänder übertragen. Die Mitarbeiter des Unternehmens haben einen eigenständigen Anspruch an den Treuhänder. Dank des eingespielten Expertenteams der Commerzbank dauert die Implementierung einer solchen Treuhandstruktur im Regelfall bis zu vier Wochen.

Die Commerzbank bietet als zusätzliche Services eigene Plattformen wie comflex zur Insolvenzsicherung von Zeitkonten oder Kooperationspartnerplattformen zur Kontensegmentierung für bAV-Depots und Flexi-II-Depots.
Darüber hinaus gehört zum Portfolio unseres Hauses die gesamte Palette von Durchführungswegen der bAV wie Direktzusage, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds. Letztere insbesondere auch vor dem Hintergrund des neuen Betriebsrentenstärkungsgesetzes.

Unternehmen sollten bei der Auswahl grundsätzlich auf folgende Punkte achten:

• Wird eine Versicherungs- oder eine Asset-Lösung gewählt?

• Welche Auswirkungen hat meine Entscheidung auf die Bilanz?

• Welches Asset-Konzept wird gewählt?

„Muss eine Betriebsrente erst in 30 Jahren ausgezahlt werden, kann dieses Kapital zunächst risikoreicher und damit renditeträchtiger angelegt werden.“

Mit Blick auf die Langfristigkeit eines Investments ist der Aspekt Sicherheit wesentlich. Dieser wird in Deutschland jedoch regelmäßig überbetont. Sind bestimmte Ansprüche erst in 30 Jahren fällig, kann ein Unternehmen durchaus eine höhere Aktienquote definieren oder auch alternative Investments wählen. Anders sieht es aus, wenn das investierte Geld binnen drei Jahren wieder zur Verfügung stehen muss. Die Commerzbank bietet durch ihre kapitalmarktorientierten Finanzierungsmöglichkeiten ein Höchstmaß an Sicherheit, gepaart mit attraktiven Renditechancen. Lassen Sie sich in einem persönlichen Gespräch davon überzeugen.

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Weitere Informationen zu CommerzTrust

1 Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2019): Trägerbefragung zru Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (BAV 2017)

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