CO2-Kompensation

CO2-Kompensation: ein wichtiger Baustein für klimaneutrale Unternehmen


Engagement für den Klimaschutz sollte für Unternehmen heute eine Selbstverständlichkeit sein. Wer nicht nachhaltig arbeitet, schadet nicht nur der Umwelt und setzt sich selbst Risiken aus, sondern verpasst auch Chancen. Die Commerzbank ist seit 2015 klimaneutral. Schon lange berät sie Unternehmen bei ihrer Klimastrategie mit dem Ziel, Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren und den unvermeidlichen Rest mit CO2-Zertifikaten freiwillig zu kompensieren. Mit den richtigen Zertifikaten schützen klimaneutrale Unternehmen nicht nur die Umwelt, sondern sorgen außerdem für mehr soziale Gerechtigkeit in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Spätestens seit 2018, als sich die damals 15-jährige Greta Thunberg mit einem Plakat vor das schwedische Parlament setzte und für den Klimaschutz demonstrierte, ist das Thema endgültig im Mainstream angekommen. Weltweit folgten Millionen Schülerinnen und Schüler ihrem Beispiel und brachten eine Entwicklung in Gang, die mittlerweile einen nachweisbaren Effekt auf die deutsche und die europäische Klimapolitik hat – und auch in der Wirtschaft so manchen zum Umdenken bewog.

Gerade europäische und insbesondere deutsche Unternehmen verhalten sich beim Klimaschutz immer verantwortungsvoller. Sie intensivieren ihre Bemühungen, Energie zu sparen, und optimieren ihre CO2-Bilanz – eine Haltung, die von den Finanzmärkten, Kunden und der gesamten Lieferkette honoriert wird. Eine Studie des Carbon Disclosure Project (CDP), an dem sich seit 2003 auch die Commerzbank jährlich beteiligt, zeigt den Umfang des Engagements. Demnach haben 2019 rund 900 börsennotierte europäische Unternehmen insgesamt 124 Milliarden Euro in die Verringerung ihrer CO2-Emissionen und vor allem in erneuerbare Energien investiert. Den größten Anteil daran hatten 69 deutsche Unternehmen, die für das Jahr 2019 Investitionen von insgesamt über 44 Milliarden Euro an das CDP meldeten.

Vorteile der CO2-Kompensation für Firmen

Manager und Führungskräfte in Deutschland verfolgen also noch nachdrücklicher als vorher das Ziel der Klimaneutralität. Unternehmen engagieren sich auf vielerlei Weise für den Klimaschutz – beispielsweise, indem sie Grünstrom beziehen, Herstellungsverfahren emissionsärmer gestalten oder auch ihre Firmengebäude energetisch sanieren – und verfolgen Strategien zur CO2-Kompensation. Wenn Unternehmen so viel Emissionen wie möglich vermeiden und den verbleibenden Rest kompensieren: dient das nicht nur dem Schutz des Klimas, sondern verschafft ihnen auch immer mehr Wettbewerbsvorteile.

  • Zugang zu finanziellen Ressourcen: Banken und Investoren achten zunehmend darauf, in welchem Umfang Unternehmen ein Bewusstsein für den Klimaschutz demonstrieren und sich für Nachhaltigkeit engagieren, bevor sie finanzielle Mittel in Form von Krediten und Beteiligungen zur Verfügung stellen. Wichtig sind erkennbare Bemühungen, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.
  • Verbesserung von Reputation und Image: In traditionellen Medien und in sozialen Netzwerken wird eine zeitgemäße Positionierung als ein um Nachhaltigkeit bemühtes Unternehmen registriert und anerkannt. Dabei gilt das Streben nach Klimaneutralität schon nicht mehr als Alleinstellungsmerkmal, sondern wird von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern als selbstverständlich wahrgenommen.
  • Attraktivität als Arbeitgeber: Für immer mehr Menschen sind Klimawandel und Klimaschutz bestimmende Themen. Gerade die jüngere Generation achtet bei der Wahl ihrer zukünftigen Arbeitgeber verstärkt darauf, ob sie ein nachhaltiges Geschäftsmodell verfolgen oder zumindest daran arbeiten.

Das Bestreben, ein klimaneutrales Unternehmen zu werden, wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfung aus, denn ein großer Teil der Treibhausgasemissionen deutscher Unternehmen entsteht bereits in der vor- und nachgelagerten Lieferkette. Die Wahl entsprechender – und ihrerseits klimaneutraler – Geschäftspartner, Dienstleister und Lieferanten trägt zur eigenen Klimaneutralität bei.

Commerzbank seit 2015 klimaneutrales Unternehmen

Auch die Commerzbank ist seit vielen Jahren aktiv im Klimaschutz engagiert. Die seit 2009 verfolgte Klimastrategie sah eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um 70 Prozent bis 2020 vor. Dieses Ziel wurde bereits 2018 erreicht. Die verbleibenden Emissionen gleicht die Commerzbank seit 2015 mit Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten aus und arbeitet damit seitdem komplett klimaneutral. Zugleich berät das Institut seit über 15 Jahren internationale Unternehmen bei der Beschaffung von Emissionsrechten und -zertifikaten, den sogenannten Certified Emission Reductions (CER) und ist eine der führenden Banken im Emissionsrechtehandel.

Auf ihrem eigenen Weg zur Klimaneutralität profitieren Firmenkunden von den umfassenden Erfahrungen der Commerzbank. Diese zeigen: Ohne sichtbares Engagement beim Klimaschutz gehen Unternehmen heute vermeidbare Risiken ein und verpassen mögliche Chancen. Auch wenn sie mit einem eigenen Beitrag zum Klimaschutz die heute bereits weit verbreiteten Erwartungen des Marktes erfüllen, erzielen Unternehmen damit positive Wirkungen auf Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten und andere Zielgruppen.

Interview mit Rüdiger Senft: „Wir kommen unserer unternehmerischen Verantwortung nach.“


Der Nachhaltigkeitsbeauftragte der Commerzbank, Rüdiger Senft, im Interview über Motivationen und Erfahrungen auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen.

Herr Senft, warum sollten Unternehmen sich heute für Klimaschutz engagieren?

Das geschieht zuallererst aus einer unternehmerischen Verantwortung heraus. Das Klima zu schützen, sollte heute eine Selbstverständlichkeit sein. Unternehmen dürfen sich dabei außerdem über positive Nebeneffekte freuen. Die Klimaneutralität mag gut für die Reputation am Markt sein, sie spart aber auch Kosten. Wer weniger Energie verbraucht spart Geld. Bei der Commerzbank haben wir beispielsweise flächendeckend in allen Filialen in Deutschland die Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt. Diese Investition hatte sich bereits nach drei Jahren amortisiert.

Wie wird aus einem Unternehmen ein klimaneutrales Unternehmen?

Das ist üblicherweise ein dreistufiger Prozess, an dessen Beginn die Ermittlung des CO2-Fußabdrucks des Unternehmens steht. Diesen kann man selbst berechnen oder berechnen lassen. Das ist weniger kompliziert, als viele denken, denn am Ende geht es nicht darum, die CO2-Emissionen bis aufs letzte Gramm genau zu berechnen, sondern es wird mit Näherungswerten gearbeitet. Wenn sich das Unternehmen dann durch Expansion oder Zukäufe nicht substanziell ändert, kann man mit diesem einmal berechneten Wert einige Jahre arbeiten. Im nächsten Schritt wird dann versucht, die eigenen Emissionen zu reduzieren. Und die Emissionen, die dennoch nicht zu vermeiden sind, werden schließlich über CO2-Zertifikate kompensiert.

Die Commerzbank ist seit 2015 klimaneutral. Wie hat sie das erreicht?

Wir haben bereits 2008 eine Klimastrategie verabschiedet, die bis 2020 reichte und nun fortgeschrieben wird. Nachdem wir unseren CO2-Fußabdruck kannten, haben wir im ersten Schritt deutschlandweit auf erneuerbare Energien umgestellt, was bereits viele Emissionen eingespart hat. Die bereits erwähnte Umstellung der Beleuchtung auf LED war ein großer Faktor, ebenso wie eine etwas strengere Reiserichtlinie. Seitdem werden Strecken unter 500 Kilometer fast ausschließlich per Bahn zurückgelegt. Ein weiteres Beispiel ist unser Rechenzentrum, das konstant und energieintensiv gekühlt werden muss: Die Temperatur dort haben wir um zwei Grad erhöht und vermeiden auch damit Emissionen in großem Umfang.

Emissionen, die nicht stattfinden, sind der beste Klimaschutz. Was spricht dennoch für CO2-Kompensationen?

Die sehr einfache Antwort lautet: Sie sind besser, als gar nicht zu handeln. Außerdem haben diese Zertifikate – wenn die richtigen gewählt werden – weitere positive Effekte vor Ort. Gerade Entwicklungs- und Schwellenländer sind vom Klimawandel besonders betroffen, den aber überwiegend die Industrieländer verursachen. Mit dem Kauf von Zertifikaten von Projekten in diesen Ländern, beispielsweise für Wasserkraftwerke in Vietnam, kommen wir unserer unternehmerischen Verantwortung nach. Es ist kein Ablasshandel, wie Kritiker gerne sagen, sondern ein legitimes Mittel, die globalen Auswirkungen der Emissionen wieder auszugleichen.

Klimaschutz von Unternehmen mit guten Kompensationsprojekten

Das oberste Ziel nachhaltigen Wirtschaftens lautet für Unternehmen heute, Emissionen umfassend zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Ist das nicht möglich, können sie sie über den freiwilligen Handel mit Emissionsrechten und -zertifikaten kompensieren. Dabei sind unterschiedliche Lösungen und Strategien denkbar. Beispielsweise werden nur Zertifikate verwendet, die internationalen Standards folgen, oder es werden thematische oder regionale Schwerpunkte gesetzt. Die Commerzbank selbst legt bei der CO2-Kompensation den Fokus auf Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern, die den Erlös aus dem Verkauf von Zertifikaten für den Auf- und Ausbau von Anlagen für erneuerbare Energie oder für Energieeffizienzprogramme nutzen.

Die Commerzbank ist Ihnen dabei behilflich, Ihr eigenes Engagement für den Schutz des Klimas aufzubauen oder zu optimieren. Michael Alt, Head of Commodities Advisory & Distribution, berät Sie dazu gern mit seinem Team. Alternativ können Sie sich auch an Ihren persönlichen Firmenkundenberater wenden.

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Weitere Informationen haben wir hier für Sie zusammengestellt:

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